Bürgerversammlung 14.05.2024
Am 14.05.2024 fand eine Bürgerversammlung der Stadt Naila und des gesamten Stadtgebietes unter reger Bürgerbeteiligung statt. Nach dem Bericht des Bürgermeisters erfolgte eine Vorstellung möglicher Sanierungskonzepte zum Freibad Naila. Das Freibad Naila ist in die Jahre gekommen und bedarf in nächster Zeit der Sanierung, um bei Auftreten eines nicht reparablen Schadens nicht in die Gefahr zu raten, bedingt durch jahrelange Planungs- und Bauzeiten (3-5 Jahre), über Jahre schließen zu müssen. Eine Sanierung ist auf Grund neuer Standards und Vorschriften nicht Zug um Zug, sondern nur als Generalsanierung möglich.
Der Betrieb eines Freibades gehört nicht zu den Pflichtleistungen einer Gemeinde. Das Geld ist in den Gemeinden, so auch der Stadt Naila, knapp. Bisher ist die Stadt Naila bei der Bewerbung um Bundesförderzuschüsse für dir Freibadsanierung bereits dreimalig nicht berücksichtig worden. Aktuell bietet das bayrische Sonderprogramm Schwimmbadförderung weitere Möglichkeiten, sich um Zuschüsse zu bewerben. Gefördert werden zum Schwimmen geeignete Becken inkl. Umkleiden, Hygieneräumen und Technikräume. Nicht gefördert werden Gastronomie, Planschbecken und Sprungbecken. Dies trifft in Naila insbesondere auf das Sprungbecken als Attraktion zu, eine Sanierung müsste hier durch die Stadt allein gestemmt werden. Das Planschbecken ist bereits saniert.
Durch die Architekten Lebok und Bender wurden verschiedene Modelle der Sanierung vorgestellt, die Bandbreite reichte von der Minimalvariante mit einem Becken als Ersatz für Schwimmerbecken und Nichtschwimmerbecken unter Erhalt des Planschbeckens und Rückbau des Springerbecken bis zur Maximalvariante mit Erhalt aller Becken wie bisher. Letztendlich scheinen folgende Varianten denkbar:
Die Maxi-Variante ist wegen Notwendigkeit eines neuen Technikgebäudes für die Filtertechnik sehr teuer und mit einem hohen Eigenanteil für die Stadt Naila verbunden bei fehlender Förderung für das Sprungbecken. Kosten geschätzt 7,1 Mio. Euro mit einem Eigenanteil der Stadt von 2,4 Mio. Euro.
Eine Midi-Nichtschwimmer-Variante mit Reduktion des 50 Meter Becken auf 6 Bahnen, Verkleinerung des Nichtschwimmerbecken und Stilllegung des Sprungturm (Option der späteren Sanierung) würde durch Verringerung der Wasseroberfläche die Unterbringung der Technik im alten Technikgebäude ermöglichen und Kosten sparen. Kosten geschätzt 4,6 Mio. Euro mit einem Eigenanteil der Stadt von 1,45 Mio. Euro.
Unabhängig von der Sanierung wird geprüft, ob eine Saisonverlängerung im Bereich des Nichtschwimmerbeckens durch eine Traglufthalle oder eine verschiebbare Überdachung realisierbar ist, um vermehrt Möglichkeiten zum Schulschwimmen und Lehrschwimmen anzubieten.
Einigkeit herrschte darüber, dass die Stadt Naila ohne Schwimmbad erheblich an Attraktivität verlieren würde. Ob eine Sanierung erfolgt und in welcher Variante muss durch den Bürgermeister und den Stadtrat entschieden werden unter Beachtung der finanziellen Möglichkeiten und Wünsche der Bürger. Voraussetzung zur Beantragung von Förderung ist eine vorhandene Planung, für die Geld bereitgestellt werden muss.
Unsere Aufgabe als Bürger der Stadt Naila und als Mitglieder des Förderverein Freibad Naila e.V. ist es, unseren Wunsch nach Erhaltung des Freibad Naila gegenüber den Entscheidungsträgern zum Ausdruck zu bringen.